Die Geschichte der ätherischen Öle

Die Geschichte der ätherischen Öle ist schon viele tausend Jahre alt.

Schon zur Zeit der alten Hochkulturen in Mesopotamien und Ägypten wurden Duftstoffe bzw. Pflanzenteile meist in Form von Räucherwerk für therapeutische und rituelle Zwecke verwendet.

Die Ägypter verwendeten ätherische Öle hauptsächlich zu medizinischen Zwecken, aber auch für die Schönheitspflege.

Weihrauch und Myrrhe haben in der Religion immer eine wichtige Rolle gespielt, waren sie doch auch die kostbaren Geschenke, die Jesus als Neugeborenes gebracht worden sind.

Auch die Griechen und Römer entdeckten die ätherischen Öle in der Aromatherapie. Sie verwendeten diese für Massagen, zur kosmetischen Zwecken, sowie zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit.

Aber auch im asiatischen Raum, in Persien und Indien fanden die ätherischen Öle ihren Platz.

Sogar im Mittelalter - einer an und für sich nicht gerade "duftenden Zeit", kamen die Öle nach und nach auch in unsere Breiten.

 

Die Aromatherapie

 

Rene´-Maurice Gattefossè war ein französischer Chemiker und Pafumeur.

Er gilt als Begründer der Aromatherapie und lebte von 1881-1950.

Im Juli 1910 passierte ihm in seinem Labor ein Unfall, der ihn zum Vater der Aromatherapie machte. In seinem Labor gab es eine Explosion, bei der er sich seine Hände und seine Kopfhaut verbrannte. Er versorgte seine Verbrennungen mit Lavendelöl, worauf sie erstaunlich rasch und völlig ohne Narbenbildung abheilten. Dieser Erfolg regte ihn zu weiteren Nachforschungen an. Während des Ersten Weltkrieges wurde bereits mit ätherischen Ölen behandelt, und Gattefossé produzierte 1918 eine antiseptische Seife auf der Basis von ätherischen Ölen. Damit wurden die Kleidungsstücke und Verbandsmaterialien gewaschen, aber auch als Eau-de-Toilette-Ersatz wurde sie verwendet. 1923 studierte Gattefossé nur noch die medizinischen Eigenschaften der duftenden Öle, es folgten Publikationen und die Herstellung diverser Produkte mit ätherischen Ölen, selbst der Zweite Weltkrieg konnte ihn nicht bremsen. Ganz im Gegenteil - genau bei den verletzten Soldaten konnte er die großartige Wirkung der ätherischen Öle nutzen und schwerste Verletzungen behandeln. Er hatte sich vor allem der Bergamotte-Essenz und ihren antiseptischen Eigenschaften gewidmet. Gattefosse` arbeitete immer mehr mit Ärzten und Krankenhäusern zusammen. Im Zuge seiner Beschäftigung mit der Hautheilkunde entwickelte er Schönheitsprodukte und veröffentlichte 1936 auch sein in Fachkreisen bekanntes und vielfach übersetztes Werk „Physiologische Ästhetik und Schönheitsprodukte“. Seine zwei letzten Werke „Aromatherapie“ und „Essentielle Antiseptika“ (1937) haben alle späteren Anwender der ätherischen Öle beeinflusst. Hier wurde zum ersten Mal der Begriff „Aromatherapie“ geprägt.